GustOLs Gyros-Trip – oder wie schmeckt’s im Zeus?

Es ist die Rückkehr zu einer alten Liebe, einer Liebe, der ich lange aus dem Weg gegangen bin: die griechische Küche. Seit ich hier in Oldenburg als GustOL teste, ist mir ja schon so manches untergekommen, nur noch kein Grieche. „Höchste Zeit, das zu ändern“, ruft Ida voller Tatendrang und hat auch schon gleich einen Tipp parat:  das Zeus im Ziegelhofviertel.

Gerne hätten wir auf der schicken Terrasse draußen gesessen, doch der Oldenburger Gruselsommer zeigt sich grad wieder von seiner schau(e)rigsten Seite – also huschen wir schnell nach drinnen. Heute hat Ida auch ihren vierjährigen Sohn Jannes dabei, der gleich mit dem freundlichen Kellner einen Platz für uns aussucht – und ruckzuck bringt uns dieser auch schon die Mittagskarten. Wir wollen schon nach der Getränkekarte greifen, da fällt uns auf, dass bei jedem Gericht schon ein Softdrink wie Cola oder Limo dabei ist.

 

Schnell hatten wir unsere Mittagstischkarten auf dem Tisch liegen.

Meine Wahl ist mindestens für uns Deutsche so klassisch griechisch wie Costa Cordalis: Gyros, Pommes, Kraut, Tzatziki (7,50 Euro). Ida nimmt den Zeus-Burger mit Käse und Bacon, Gurken, Zwiebeln sowie Pommes mit Majo und Ketchup (11,50). Okay, etwas rustikal und imbisslastig, aber so was muss man auch erst einmal hinbekommen. Gut hinbekommen hat die Zeus-Familie auf jeden Fall ihr Personal. Die Getränke sind nach drei Minuten da. Weitere acht Minuten später steht das Essen auf dem Tisch. Rekordverdächtig! Und dabei wirken die Kellner noch so freundlich und entspannt.

Als Erstes koste ich den Tzatziki und muss innehalten. „Naaaaaa?“, fragt mich Ida mit neugierigen Augen. „Ein einfaches Gericht, das aber nicht jedem gelingt“, fange ich an zu dozieren. „Mal beißende Knoblauchbombe, mal geschmacklose Joghurt-Pampe. Dieser ist nahezu perfekt. Cremig, aber nicht ölig und fein würzig, mit angenehmer Knoblauchnote.“ Auch die Schweinespäne sind gelungen. Eine Mischung aus kross und zart, dazu dezent gewürzt. Gleiches gilt für die Pommes frites, die Jannes von seinem (Gyros-)Kinderteller als erstes wegputzt.

Der Klassiker mit Gyros, Pommes, Kraut und Tzatziki ist gut gelungen.

Meine Wahl ist mindestens für uns Deutsche so klassisch griechisch wie Costa Cordalis: Gyros, Pommes, Kraut, Tzatziki (7,50 Euro). Ida nimmt den Zeus-Burger mit Käse und Bacon, Gurken, Zwiebeln sowie Pommes mit Majo und Ketchup (11,50). Okay, etwas rustikal und imbisslastig, aber so was muss man auch erst einmal hinbekommen. Gut hinbekommen hat die Zeus-Familie auf jeden Fall ihr Personal. Die Getränke sind nach drei Minuten da. Weitere acht Minuten später steht das Essen auf dem Tisch. Rekordverdächtig! Und dabei wirken die Kellner noch so freundlich und entspannt.

Als erstes koste ich den Tzatziki und muss innehalten. „Naaaaaa?“, fragt mich Ida mit neugierigen Augen. „Ein einfaches Gericht, das aber nicht jedem gelingt“, fange ich an zu dozieren. „Mal beißende Knoblauchbombe, mal geschmacklose Joghurt-Pampe. Dieser ist nahezu perfekt. Cremig, aber nicht ölig und fein würzig, mit angenehmer Knoblauchnote.“ Auch die Schweinespäne sind gelungen. Eine Mischung aus kross und zart, dazu dezent gewürzt. Gleiches gilt für die Pommes frites, die Jannes von seinem (Gyros-)Kinderteller als erstes wegputzt.

Dabei ist dem Kleinen wohl versehentlich die gute Stoffserviette auf den Boden gefallen. Wir haben es nicht bemerkt. Aber der Kellner sofort. Er hebt sie auf und bringt ihm sofort eine neue. Idas Augen funkeln jetzt noch freudiger. „Aber dein Burger ist auch gut, oder?“, frage ich.

Ein Burger beim Griechen? Und ob! Und hier erst recht!

„Einen Burger beim Griechen zu bestellen, ist so ähnlich wie Spaghetti Carbonara im Sushi-Restaurant, oder? Sorry, GustOL, aber heute MUSS es wirklich ein Burger sein. Und dieser Zeus-Burger ist köstlich! Das Patty ist super gewürzt und Salat und Co. schmecken knackig-frisch“, entschuldigt Ida ihre Auswahl. „Außerdem kann ich ja noch von Jannes ein bisschen Gyros naschen, um hier nicht als Ess-Kulturbanause rüberzukommen.“

Doch diese Hoffnung zerplatzt schneller, als Ida ihren Burger verputzen kann. Der kleine, aber hungrige Mann an ihrer Seite schafft es doch tatsächlich eine nicht gerade übersichtliche Portion Gyros samt Pommes allein zu wegzuputzen! Als der Kellner unsere blitzblank leergefutterten Teller abräumt, hätten wir drei eigentlich gut gesättigt und rundum zufrieden das Lokal verlassen können. Wer uns kennt, weiß jedoch, wie anfällig wir für kulinarische Sünden sind.

Dieses funkelnde Eis ließ Jannes‘ Augen strahlen.

Kurzum: Zur Krönung unseres Mittagsausflugs löffeln wir Mousse au Chocolat (bestimmt selbstgemacht und herzerwärmend lecker!) und Vanilleeis mit Erdbeeren, alles schön dekoriert, das Auge ist ja mit, gell? Für das kleine Leckermäulchen gibt es Schokoeis mit Sahne und Wunderkerzen. Jannes Augen strahlen.

Süße Leckerei: Dieses Mousse au Chocolat ist jedes Gramm auf den Hüften wert.

„Kein Wunder, dass hier immer viel los ist – und das schon seit einer gefühlten Ewigkeit“, findet Ida. „Den Mittagstisch würde ich definitiv weiterempfehlen und als Mama auf jeden Fall auch für Familien.“

Beim Rausgehen sehen wir uns noch mal genau um. Schlichte Eleganz mit warmen Farben, statt überbordendem Griechen-Kitsch. Besonders die dunkelroten, samtartigen Sitz- und Bankbezüge haben es mir angetan. Hoher Kuschelfaktor.

 

 

Essen: 4,5 von 5 Punkten

Service: 5 von 5 Punkten

Ambiente: 4,5 von 5 Punkten

Preis/Leistung: 4,5 von 5 Punkten

 

Fazit: Rustikales Essen – aber fein zubereitet. Dieser schicke Grieche mit guten, nicht teuren Speisen und einem Top-Service ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

 

Zeus im Ziegelhof, Friedhofsweg 15, 26121 Oldenburg, Telefon 0441/711-56, Mittagstisch von 11.30 Uhr bis 14.30 Uhr